Rhodesian Ridgeback Geschichte und Ursprung


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Mutige Hunde der Hottentotten

Die Khoikhoi, auch bekannt als Hottentotten, waren einfache Jäger und Sammler und lebten am Kap der guten Hoffnung und anderen Teilen Südwestafrikas. Um die Siedlungen und das Vieh vor wilden Tieren zu beschützen sowie als Begleiter für die Jagd, domestizierten die Khoikhoi einheimische wilde Hunde. Diese galten als unerschrocken, treu, selbständig sowie als gute Bewacher und Jäger. Sie sollen nicht besonders hübsch anzusehen gewesen sein, doch machten ihre anderen Qualitäten diesen Makel allemal wett.

Ihr herausstechendes und bekanntestes Merkmal war der Ridge. Eine breite Linie auf dem Rücken, wo das Fell entgegen der eigentlichen Wuchsrichtung verläuft. Dieser Haarkamm der frühen Vorfahren des Ridgebacks hat sich bis heute als Rassemerkmal des modernen Rhodesian Ridgeback etabliert.

Die Khoikhoi, auch bekannt als Hottentotten, waren einfache Jäger und Sammler und lebten am Kap der guten Hoffnung und anderen Teilen Südwestafrikas. Um die Siedlungen und das Vieh vor wilden Tieren zu beschützen sowie als Begleiter für die Jagd, domestizierten die Khoikhoi einheimische wilde Hunde.
Die Khoikhoi, auch bekannt als Hottentotten, waren einfache Jäger und Sammler und lebten am Kap der guten Hoffnung und anderen Teilen Südwestafrikas. Um die Siedlungen und das Vieh vor wilden Tieren zu beschützen sowie als Begleiter für die Jagd, domestizierten die Khoikhoi einheimische wilde Hunde.

Siedler und Kolonialherren entdecken die Vorzüge der einheimischen Hunde

Die Portugiesen landeten 1487 in Südafrika, in der Region, die heute als Kapstadt bekannt ist, und machten als erste Bekanntschaft mit den Khoikhoi und ihren tapferen Hunden. Sie blieben allerdings nur bis etwa 1510, als es zu einem Vergeltungsschlag der Einwohner kam, nachdem die Portugiesen einen Khoikhoi in Gewahrsam genommen hatten.

Die Garnison war gut geschult und für damalige Verhältnisse mit modernsten Waffen ausgestattet. Dennoch konnten die Hottentotten die Streitkräfte im Kampf vertreiben oder töten. Danach blieben die Region, ihre Einwohner und die Hunde von weiteren Eroberern für viele Jahrzehnte verschont.

Koloniale Darstellung von „Hottentotten“ auf der Jagd (1857)
Koloniale Darstellung von „Hottentotten“ auf der Jagd (1857)

Als allerdings die ersten Siedler aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ab dem 16. Jahrhundert nach Südafrika kamen, brachten viele ihre eigenen Hunde aus Europa mit. Es wurden erste Stützpunkte in Südafrika etabliert, Kapstadt gegründet und zudem Mitglieder der Khoi angeheuert, um auf den großen Farmen zu arbeiten. Die Hunde, welche die Hottentotten zur Arbeit mitbrachten, wurden schnell von den Kolonialherren geschätzt.

Sie waren unerschrockene Jäger, hüteten das Vieh und bewachten zuverlässig Hab und Gut. Dazu kamen sie mit dem rauen Klima und harschen Gelände bestens zurecht, hatten Ausdauer und Mut. Es dauerte nicht lange, und die Buren nutzten selbst die einheimischen Hunde oder paarten ihre europäischen Rassehunde mit den halbwilden Vierbeinern der Khoikhoi.


Wer sind die Vorfahren des Rhodesian Ridgebacks?

Früher wurde angenommen, dass Hyänen und Schakale ebenfalls zu den frühen Vorfahren des heutigen Ridgeback gehörten. Allerdings wird mit Blick auf den genetischen Fingerabdruck dieser Arten ein Verwandtschaftsverhältnis sehr unwahrscheinlich bis unmöglich und gilt heutzutage als widerlegt.

Wer sind die Vorfahren des Rhodesian Ridgebacks?
Wer sind die Vorfahren des Rhodesian Ridgebacks?

Bekannt ist jedoch, dass die Hunde der Kolonialherren mit den vorhandenen Hottentottenhunden gekreuzt wurden. Dabei legten sie keinen Wert auf ein einheitliches Äußeres, sondern nur auf Leistung und Arbeitsbereitschaft. Wie es schließlich genau dazu kam, dass insbesondere Hunde mit dem Ridge Beliebtheit erlangten und bevorzugt wurden, bleibt ungewiss. Allerdings schrieben bereits die Khoikhoi diesem breiten Haarstrich besondere Eigenschaften zu und glaubten ihre Hunde seien darum so mutig und furchtlos.

Zu den von den Siedlern importierten Rassen, welche mit den einheimischen Hunden gepaart und zur Zucht verwendet wurden, gehörten unter anderem:

  • Doggen
  • Greyhounds
  • Mastiffs
  • Irish Terrier
  • Airdale Terrier
  • Bloodhounds
  • Pointer
  • Bulldoggen
  • Collies

Sie alle können demnach als potenzielle Vorfahren bzw. Verwandte des Ridgebacks angesehen werden.


Wofür wurde der Rhodesian Ridgeback gezüchtet?

Schon lange, bevor die Rasse Rhodesian Ridgeback hieß, wurden die Hunde von den Einheimischen und Siedlern zum Bewachen, Schützen, Hüten und Jagen eingesetzt. Allerdings erlangten sie spätere besondere Beliebtheit und Beachtung bei den Kolonialherren, welche die Großwildjagd als Hobby und gesellschaftliches Ereignis ausübten. Insbesondere zur Löwenjagd waren die zähen und unerschrockenen Hunde geeignet.

Rhodesian Ridgeback mit Löwen
Rhodesian Ridgeback mit Löwen

Dabei töteten sie den König des Tierreichs nicht, sondern hetzten ihn und hielten ihn zu mehreren in Schach, bis die Jäger eintreffen und ihn erledigen konnten. Das englische Sprichwort “To keep a lion at bay” (Bedeutung etwa: Sich etwas vom Leibe halten) resultiert aus dieser Zeit.

Löwenjagd mit Rhodesian Ridgeback
Löwenjagd mit Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback jagte jedoch auch anderes Wild, darunter Schweine und Affen. Dazu musste er mit den Jägern und ihren Pferden nicht selten über viele Kilometer hinweg mühelos Schritthalten können. Temperaturschwankungen sollten ihm ebenso wenig ausmachen wie Insektenstiche und lange Stunden ohne Wasser.

Zudem musste der Hund selbständig denken und handeln, mutig sein und intelligent. Alles Attribute, die auch der moderne Rhodesian Ridgeback noch in seinem Erbgut trägt. Kein Wunder, dass er in erfahrene Hände gehört.


Die Begründer der Rhodesian Ridgeback Zucht

Briefmarke mit Rhodesian Ridgeback
Briefmarke mit Rhodesian Ridgeback

Reverend und Missionar Charles Helm (1844 -1915) gründete 1875 eine Mission am Umzingwane Fluss in Rhodesien (heutiges Simbabwe). Er brachte aus Kimberly auch seine zwei rauhaarigen Hündinnen Powder und Lorna mit. Es ist umstritten, ob diese beiden Hündinnen bereits den Ridge aufwiesen oder nicht. Fakt ist allerdings, dass Großwildjäger und Abenteurer Cornelius Van Rooyen, der in der Nähe lebte, Gefallen an den zähen und mutigen Hunden des Reverends fand.

Helm, der Van Rooyen und seine Frau Maria Vermaak im Jahre 1879 vermählte, vertraute dem Abenteurer seine Hündinnen zur Zucht an. Van Rooyen wollte mit ihnen die Schutz- und Wachhundeigenschaften seiner eigenen Tiere verbessern, außerdem mochte er das Aussehen der beiden grau-schwarzen Hündinnen. Die Nachkommen aus diesen ersten Verpaarungen legten die Grundlage der modernen Rhodesian Ridgeback Zucht.

Vernon Brisley und seine VIKING´s
Vernon Brisley und seine VIKING´s

Cornelius Van Rooyen züchtete anschließend über viele Jahre hinweg und hatte einen nicht unerheblichen Verschleiß an Jagdhunden. Er wählte seine Zuchttiere nach Kraft, Furchtlosigkeit, Ausdauer und hervorragendem Jagdtalent aus und verpaarte nur Hunde, die den Ridge aufwiesen. Schon bald wurden seine Hunde legendär und waren bei Farmern und Jägern gleichermaßen sehr gefragt. Während die einen dabei eher einen Wach- und Hütehund für Haus, Hof und Vieh wollten, bevorzugten die Großwildjäger mehr den unerschrockenen und ausdauernden Typ mit Jagdinstinkt.

Dementsprechend wurde mit Van Rooyens Hunden nach unterschiedlichen Auswahlkriterien weitergezüchtet. Selbst heute noch sind diese Unterschiede in der Rasse erkennbar.

 


Was haben Dalmatiner und Rhodesian Ridgebacks gemeinsam?

Oberst Francis Barnes auf England war Mitbegründer des Salisbury Kennel Club Ende des 19. Jahrhunderts. Auf seiner Farm Eskdale im Westen Simbabwes begann er 1915 mit der Zucht von Rhodesian Ridgebacks. Dazu kaufte er Dingo und Judy, zwei Hunde aus der Blutlinie von Van Rooyens Ridgebacks und begründete mit ihnen den Eskdale Kennel.

Erstmalig wurden Ridgebacks 1918 auf einer Landwirtschaftsshow ausgestellt. Die Erstellung eines Standards folgte jedoch einige Jahre später und wurde dem Kennel Union of South Africa (KUSA) 1922 präsentiert. Im gleichen Jahr gründete Barnes gemeinsam mit anderen Ridgeback-Freunden zudem den “Lion Dog Club“.

Ursprung Rhodesian Ridgeback
Ursprung Rhodesian Ridgeback

Akzeptiert wurde der Standard allerdings erst nach einigen Überarbeitungen und Änderungen im Jahre 1926. Er basierte in weiten Teilen Wort für Wort auf dem Standard des Dalmatiners und wurde für den Ridgeback lediglich ergänzt oder leicht abgeändert.

Die ersten ins Zuchtbuch eingetragenen Rhodesian Ridgebacks sind Grootdam Leo und Grootdam Given aus der Zucht von L. Herring von Grootedam. Schon 1928 gab es bereits 13 registrierte Kennels, die sich der Ridgeback-Zucht verschrieben hatten.


Der Rhodesian Ridgeback findet seinen Weg nach Deutschland

Der Rhodesian Ridgeback hatte rasch viele Bewunderer und erlangte schnell große Bekanntheit, weit über Afrikas Grenzen hinaus. Wenngleich seine Popularität nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings erst mal drastisch zurückging und viele Kennels ums Überleben kämpften oder gar aufgegeben wurden. Mylda Arsenis ist es unter anderem zu verdanken, dass die Ridgebacks wieder zu ihrer ursprünglichen Stärke zurückfanden, als sie um 1960 rum ihren Kennel Inkabusi ins Leben rief, der viele Champions hervorbrachte. Sie schrieb außerdem ein Kinderbuch mit dem Titel “The adventures of Rip the ridgeback: A Rhodesian story”.

Erst 1954 fand die Rasse schließlich auch nach Deutschland. Susi und Rhodus (später umbenannt in Chaka) waren die ersten ihrer Art und landeten in Solingen, im Kennel von Rosy Booke-Risse. Sie stellte ihre afrikanischen Exoten 1955 in Dortmund aus und züchtete die Rasse später sehr erfolgreich. Heute gibt es drei dem VDH angehörende Ridgeback-Vereine mit mehreren Hundert Züchtern.

Die Beliebtheit der Rasse wächst stetig und der Rhodesian Ridgeback ist auf dem besten Wege ein Modehund zu werden, mit allen positiven wie negativen Begleiterscheinungen, die dieser Umstand mit sich bringt.


Geschichten und Anekdoten rund um den Rhodesian Ridgeback

Milica bekommt eine ungewöhnliche Mama

Als Panthermädchen Milica im Sommer 2015 in einem Zoo in Belgrad geboren wurde, war dies eigentlich ein freudiges Ereignis. Jedoch hat ihre eigene Mutter es kurz nach der Geburt verstoßen und wollte das Kleine nicht säugen. Schlimmer noch: Das Muttertier attackierte das Junge und versuchte es zu töten. So sahen sich die Pfleger gezwungen die beiden zu trennen. Doch was nun?

Die Pfleger versuchten einer Rhodesian Ridgeback Hündin mit eigenem Wurf, das gerade mal 2 Wochen alte Junge anzuvertrauen. Mit Erfolg. Obwohl Ridgebacks eigentlich für die Jagd auf Großwild gezüchtet wurden, war der Mutterinstinkt bei dieser Hündin wohl im Augenblick stärker und sie nahm Milica bedingungslos an. Diese wächst nun mit ihren schlappohrigen Geschwisterchen auf und darf bei Hundemama nicht nur ordentlich trinken, sondern wird von ihr auch liebevoll gepflegt und abgeschleckt.

“Two-week-old black panther, Milica, rejected by mother”

“A rejected baby panther in Serbia was adopted by a dog, who feeds the cat herself and accepts the baby”

Ridgeback Hündin Sheba hilft Kylie Minogue beim Kampf gegen den Krebs

Als Kylie Minogue sich von ihrem Freund Olivier Martinez trennte, konnte und wollte sie nicht ohne dessen Rhodesian Ridgeback Sheba sein. Das ehemalige Paar vereinbarte ein Besuchsrecht und so reiste die Sängerin regelmäßig rund 675 Kilometer, um den Vierbeiner zu sehen und mit ihm Gassi zu gehen. Sie sagte, Hündin Sheba habe ihr sehr durch diese dunkle Zeit geholfen und die Spaziergänge haben ihr Kraft für die Chemotherapie gegeben, als sie damals dem Krebs erfolgreich den Kampf ansagte.

https://youtu.be/QVCEputpuBE

Die beiden waren jedoch nicht immer so enge Freunde. Als Kylie bei ihrem damaligen Freund einzog, gefiel es der Rhodesian Ridgeback Dame zunächst gar nicht, Herrchens Aufmerksamkeit zu teilen. Wie alle Ridgebacks war auch Sheba zunächst natürlich misstrauisch gegenüber der Fremden und reserviert. Um zu verdeutlichen, wie unwillkommen der neue Zweibeiner doch war, zerkaute die Hündin sogar einen teuren Schuh der Sängerin. Am Ende akzeptierte Sheba aber den Superstar und stand ihr in der schweren Zeit treu zur Seite.


Rhodesian Ridgebacks und ihre berühmten Besitzer

  • Patrick Swayze
  • Errol Flynn
  • Grace Kelly
  • Kylie Minogue/Olivier Martinez
  • Anthony Kiedis (Red Hot Chili Peppers)
  • Nelson Mandela
  • Queen Elizabeth II

Kennen Sie noch eine Anekdote zum Rhodesian Ridgeback oder eine berühmete Person mit Rhodesian Ridgeback? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!


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